Knochenbank
Das Lubinus Clinicum verfügt über eine hauseigene Knochenbank.
Für aufwendige Rekonstruktionen von zerstörtem Knochen stehen einige sogenannte künstliche Knochenersatzstoffe und Knochenwachstumsmodulatoren zur Verfügung. In unserem Haus kommen zum Beispiel Tantal, keramisches Knochenersatz, BNP (Bone morphogenic protein), PRGF (Platelet-riched-Growth-Plasma) und einige andere zum Einsatz. In vielen Fällen ist aber die Transplantation von Spenderknochen vorteilhaft. Mit diesem natürlichen Material kann man Knochendefekte rekonstruieren ohne eine Abstossungsreaktion zu fürchten, da der Spenderknochen in einem mehrstufigen Desinfektionsverfahren seine Oberflächenantigene verliert, die eine Abstossung zum Beispiel bei Organtransplantationen auslösen können und darüber hinaus Krankheitserreger dezimiert werden.
Dieser Knochen wird üblicherweise in der Hüftendoprothetik gewonnen, wenn Patienten im Rahmen einer Hüftoperation den für sie nicht mehr verwendbaren Knochen spenden. Es folgt dann eine aufwendige Aufbereitung sowie Blutkontrollen ähnlich wie bei Blutspendern, um das Übertragungsrisiko von Krankheiten zu minimieren.
Das Lubinus Clinicum hat als eine von wenigen Kliniken nach einer umfangreichen Prüfung die staatliche Genehmigung zur Anwendung dieses Verfahrens erhalten.
Der Spenderknochen wird dann bis zu seiner Anwendung tiefgefroren und kommt z.B. bei Wechseloperationen von künstlichen Gelenken, Rekonstruktion von durch Brüche zerstörtem Knochen, Auffüllen von Knochendefekten nach Tumorentfernung oder zum Teil bei Wirbelsäulenversteifungen zum Einsatz.
